Deutsche
Klein- und Nebenbahnen
Reinhard Taege

Wie weiter...?


Ende 1969...

schlossen sich die Eisenbahnfreunde Rainer Heinrich, Sigmar Scholz, Bernhard Kruse, Hans Röper und meine Wenigkeit zum privaten „Arbeitskreis Schmalspur-bahnen“ (AK Schmalspurbahnen) zusammen. Es wurde alles an Material über Klein- und Schmalspurbahnen in der DDR zusammengetragen, dessen wir habhaft werden konnten.

Wir unternahmen gemeinsame Exkursionen zwischen Rügen und dem Erzgebirge, die uns zu vielen Klein- und Schmalspurstrecken der Deutschen Reichsbahn und auch zu bestimmten Werksbahnen führten.


Eine Vielzahl von Fotos, Lok- und Wagenaufmaßen, Gleisplan-Skizzen und Notizen entstanden damals, die heute einen hohen dokumentarischen Wert besitzen. Auch mehrere Archive der Reichsbahndirektionen wurden aufgesucht und viele Dokumente reproduziert, deren Originale inzwischen von der DB „entsorgt“ worden sind.


Um 1985...

begann ich die Arbeiten an dem Buch „Die Gera-Meuselwitz-Wuitzer Eisenbahn“ (G.M.W.E) für die transpress-Buchreihe „Verkehrsgeschichte“.  Dieser Titel war u.a. vorgesehen für den Export ins „NSW“ (Nichtsozialistische Ausland).


Zwischen „transpress“ in Ost-Berlin und dem „alba-Verlag“ in Düsseldorf gab es recht enge geschäftliche Beziehungen. Der West-Verlag übernahm vom Ost-Berliner Herausgeber mehrere Titel in Lizenz; das brachte der DDR begehrte Devisen.


Die erste Ausgabe des Buches über die G.M.W.E erschien im Jahr 1987 von den Autoren Dietmar Franz, Rainer Heinrich und Reinhard Taege. Eine überarbeitete Neuauflage des Titels kam im Jahr 1998 heraus, diesmal beim traditionsreichen Eisenbahn-Kurier Verlag in Freiburg/Breisgau.


Durch eine Brieffreundschaft mit Kurt Pierson, dem exellenten Kenner der Maschinenwirtschaft der Preussischen Staats-Eisenbahn, begann ich mich Mitte der 1980er-Jahre zusätzlich mit Dampflokomotiven dieser Bahnverwaltung zu beschäftigen. Die Ergebnisse meiner Ausarbeitungen legte ich dem transpress-Verlag vor und wurde daraufhin freier Mitarbeiter.


Nach der Wende 1989 begann ich mit der Herausgabe eigener Print-Erzeugnisse unter dem Namen

TG-Publikationen (bis 30. April 2018).




Über mich...


Im Jahr 1966 machten meine Eltern mit ihrem neuen „T r a b a n t“ einen Ausflug von Rathenow nach Kyritz („an der Knatter“) und ich durfte mit.


Zufällig fuhren wir am Bahnhof der Kleinstadt vorbei. Da sah ich auf der anderen Bahnhofsseite eine kleine Dampflokomotive und einen Triebwagen stehen, wie ich sie vorher noch nie gesehen hatte. Ich bat meinen Vater anzuhalten und suchte mir den Weg dorthin. Der führte mich unter dem Normalspurbahnhof hindurch (Fussgängertunnel) zum Schmalspurbahnhof.


Hier traf ich das erste Mal auf Eisenbahnfahrzeuge, die im Vergleich zu den normalspurigen Loks und Wagen aussahen wie Spielzeuge. Es war die Liebe auf den „zweiten Blick“, und das bis heute.


Zwischen Schulzeit und Berufsausbildung gibt es für einen jungen Mann einige „Stresspunkte“, dazu gehören u.a. Abenteuerlust und Fernweh. Und genau hier traf die Eisenbahn die richtige Stelle bei mir. Tolle Landschaftsmotive, die Ruhe in der Natur und Radtouren von bis zu 70 Kilometer am Tag, sorgten für körperliche Fitness; ein Plus für die folgende Armeezeit.

Der heutige Webmaster im Mai 1968

auf Lok 99 3353 im Kleinbahnhof Anklam (ex MPSB), die für die

Aufnahme extra aus dem Schuppen gezogen wurde.

1968
PORTFOLIO